Willkommen auf den Seiten des Anthropocene Learning Labs

Das Anthropocene Learning Lab (ALL) ist eine interdisziplinäre Forschungsgruppe. Wir haben uns als Ziel gesetzt evidenzbasierte Bildung zum Anthropozän und zur sozialökologischen Transformation zu entwickeln. Bildung – als ein Schlüssel zur Nachhaltigkeit – und Naturwissenschaftsdidaktik spielen dabei eine zentrale Rolle, aktuelle und zukünftige Herausforderungen unserer Gesellschaften zu bewältigen, die sich nur innerhalb der planetarischen Grenzen bewegen können. Unsere Arbeit fokussiert die Interdependenzen zwischen naturwissenschaftlicher Bildung und Nachhaltigkeitswissenschaften mit speziellem Fokus auf den Inhalten des Anthropozäns. Wir nehmen diese Herausforderungen sehr ernst und verfolgen mit dem Anthropocene Learning Lab die folgenden Ziele:

  1. Bildung im Anthropozän geht über die üblichen akademischen Curricula hinaus. Wir arbeiten gleichsam mit Akteur*innen aus Wissenschaft und Praxis zusammen.
  2. Eine nachhaltige Gesellschaft denkt nicht nur nachhaltig sondern handelt auch dementsprechend. Die Handlungen der Menschen sind jedoch nur zum Teil durch Reflexionen und explizites Wissen beeinflusst. Darauf basierend analysieren wir Vorstellungen und Denkrahmen. Für uns spielen implizite Aspekte des Verstehens und von Entscheidungen (Embodied Cognition) eine wichtige Rolle um Naturwissenschaften und Nachhaltigkeit zu lernen.
  3. Unsere Arbeit kann als anwendungsorientierte Grundlagenforschung bezeichnet werden: wir analysieren nicht nur, sondern nutzen unsere Rolle als verantwortungsbewusste Forscher*innen um zu einer nachhaltigeren Bildungspraxis beizutragen. Wir analysieren Bildungsprozesse im Detail, um die entwickelten Interventionen in der Bildungspraxis anzuwenden und damit die Qualität von Bildungsprozessen zu verbessern.

Wir sind ein Team aus Bildungsexpert*innen mit verschiedenen professionellen Hintergründen. Wir arbeiten mit verschiedenen theoretischen und methodischen Ansätzen wie z.B. Laien- und Expertenvorstellungen zu Naturwissenschaften und Nachhaltigkeit, der kognitiven Metaphern- bzw. Frame-Theorie, dem Modell der didaktischen Rekonstruktion (MER), Embodied Cognition und mit qualitativen Fallstudien.
Diese Ansätze wenden wir auf vielseitige Forschungsgegenstände an, um pädagogische Interventionen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln. Die Themen sind z.B. Klimawandel, die Energiewende, „Degrowth Education“, Nature of Science (NoS), unbewusste Urteils- und Entscheidungsprozesse und der Stofffluss von Medikamenten in der Umwelt.

Uns vereint ein gemeinsames Interesse: Indem wir das Anthropozän als eine der größten Herausforderungen der Gegenwart anerkennen, widmen wir unsere Arbeit einer hohen Qualität im Lehren und Lernen für Nachhaltigkeit. Wir arbeiten sowohl zu formaler und zu non-formaler Bildung und streben den kooperativen Austausch mit Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen an.