Schülervorstellungen zum Konzept der neun planetarischen Grenzen

Dissertationsprojekt von: Irene Lampert


Zusammenfassung:

Das Konzept der planetarischen Grenzen aus Rockström et al. (2009) Das Konzept der planetarischen Grenzen aus Rockström et al. (2009)

Der Einfluss des Menschen auf die Entwicklung der Erde ist seit dem 19. Jahrhundert so stark gewachsen, dass er global die natürliche Variabilität übersteigt. Diese Veränderungen zeigen Wirkung: Analysen der Belastungsgrenzen der Erde, der planetary bounderies oder Planetarischen Grenzen legen offen, dass wir vier bereits überschritten haben – Klimawandel, Landnutzungsveränderungen, Verlust biologischer Vielfalt sowie Stickstoff- und Phosphoreintrag in die Biosphäre. Die fünf weiteren identifizierten Planetarischen Grenzen Ozonschicht, Wassernutzung, die Versauerung der Ozeane, die Aerosolbelastung und chemische Umweltverschmutzung müssen gewahrt werden (Rockström, 2009; Steffen, W, 2015; Niebert, 2016). Besonders die heutige Jugend als zukünftige Entscheidungsträger werden mit heutigen und zukünftigen Herausforderungen der planetary bounderies konfrontiert. Aus diesem Grund sollen sie Wissen und Können aufbauen, welches sie befähigt über ihren Platz auf der Welt zu reflektieren, Verantwortung zu übernehmen, aktiv an gesellschaftlichen Prozessen teilzunehmen und sich der Bedeutung nachhaltiger Lebensgestaltung bewusst zu werden.

Das Ziel der Studie ist die Untersuchung von Vorstellungen, welche Lernende zu den neun Planetarischen Grenzen entwickeln um daraus im Rahmen des Lehrplans 21 (Bildung für nachhaltige Entwicklung) didaktisch begründete Leitlinien abzuleiten. Das Wissen um die natürlichen Lebensgrundlagen, ihre Begrenztheit und Bedeutung für den Menschen, Wechselwirkungen und gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Mensch und Umwelt sollen anhand alltagsbezogenen, aktuellen und zukunftsrelevanten Lernangeboten vermittelt werden.

Rockström, J., Steffen, W. L., Noone, K., Persson, Å., Chapin III, F. S., Lambin, E., … & Nykvist, B. (2009). Planetary boundaries: exploring the safe operating space for humanity. Ecology and Society 14(2): 32. [online] URL:http://www.ecologyandsociety.org/vol14/iss2/art32/.

Steffen, W., Richardson, K., Rockström, J., Cornell, S. E., Fetzer, I., Bennett, E. M., … & Folke, C. (2015). Planetary boundaries: Guiding human development on a changing planet. Science, 347(6223)

Niebert, K. (2016). Willkommen im Anthropozän. Biologie in unserer Zeit, 46(2), 75-75..