Wassersparen durch bewussten Konsum

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Zusammenfassung:

Fertige Produkte

Auch wenn es in Deutschland und der Schweiz durchaus eine Tradition des Wassersparens im Konsumentenbereich gibt, ist doch die Produktion vieler Güter mit enormem Wasserverbrauch verbunden. So sind zur Produktion eines Liters Milch in einer Tetrapacktüte 1000 Liter Frischwasser erforderlich. In Spanien oder Nordafrika produziertes Gemüse verbraucht das Vielfache an Wasser bei der Herstellung als in Deutschland gereiftes Gemüse, und dies in geographischen Regionen, wo die Verfügbarkeit an Süßwasser von Natur aus sehr begrenzt ist. Zudem gelangt die eingesetzte Chemie, beispielsweise in Form von Pestiziden, ins Grundwasser und beeinträchtigt die Qualität unserer Süßwasserressourcen. Autos – der Motor unserer Individualmobilität – verschlingen sowohl bei Produktion als auch beim Betrieb sehr viel Wasser, die Nutzung von Strom und Wärme erzeugt aus fossilen Energieträgern wie Braunkohle zeigt sich verantwortlich für Absenkung des Grundwasserspiegels und massive Auswirkungen auf die Natur in der betroffenen Region.

Im Rahmen des Klimawandels ist mit einer deutlichen Reduktion des nutzbaren Süßwassers auch  im Alpenraum, global ohnehin. Es gibt zwar Bemühungen im Rahmen einer ISO-Norm globale Standards bei der Produktion für den Wasserverbrauch zu setzen aber die Unternehmen werden nachhaltigere Produktionsverfahren nur dann umsetzen, wenn die Konsumenten den Wasserrucksack der angebotenen Waren in ihre Kaufentscheidung mit einbeziehen. Deshalb ist eine frühzeitige Sensibilisierung breiter Bevölkerungskreise wichtig. So kann auch die Resilienz für notwendige Klimaanpassungen verbessert werden.

Die Informationen erreichen Besucher_innen von Naturfreundehäusern und Familienferienstätten jeden Alters, zudem wird ein Methodenkasten für verschiedene Zielgruppen entwickelt, der Zusammenhänge darstellt und Praxistipps verbrauchernah veranschaulicht.

Das Anthropocene Learning Lab übernahm die fachliche und fachdidaktische Begleitung des Projekts sowie die Erstellung und Evaluation von Bildungsmaterialien.