Energiewende auf der Speisekarte

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wir essen fossile Energie.
Bis ins letzte Jahrhundert kam unsere Nahrungsenergie nahezu direkt von der Sonne: Entweder wir aßen Pflanzen, die Sonnenenergie durch Fotosynthese speichern – oder wir aßen Tiere, die Pflanzen fraßen. Um mehr Nahrung zu gewinnen, wurden oft Kriege gefuhrt und schließlich eine Revolution vollzogen: Zwischen 1950 und 1984 stieg die Weltgetreideproduktion um 250 %. Der Gewinn ist jedoch schmutzig erkauft. Der Großteil der Nahrungsenergie in der industriellen Landwirtschaft kommt nicht mehr aus der Sonne, sondern aus fossilen Brennstoffen in Düngemitteln (Erdgas, Kohle), Pestiziden (Öl) und Maschinen (Diesel, Strom). Einzig die ökologische Landwirtschaft schafft es, das Gros unserer Nahrungsenergie aus der Sonne zu gewinnen. Um bald neun Milliarden Menschen bei ausgehenden fossilen Rohstoffen und drohendem Klimawandel ernähren zu können, brauchen wir vor allem eins: eine Energiewende in der Landwirtschaft.

Infografik des Heftes Nr. 3: Landwirtschaft